Entertainment For The Braindead
22.09.2008 | Musiker

Nein. Hinter dem grandiosen Namen Entertainment For The Braindead verbirgt sich kein Horrorgemetzel. Es handelt sich viel mehr um das Ein-Frau-Projekt der 21-jährigen mittlerweile 22-jährigen Kölnerin Julia Kotowski. In Eigenregie hat sie nun ihr zweites Werk Hydophobia beim Netlabel Aaahh-Records (ebenfalls grandioser Name) veröffentlicht.
Hinter verschlossenen Türen, mit offenem Herzen und weitem Blick entstanden 10 Songs, die geprägt sind von Julias traumhaft schöner Stimme, ihrer Gitarre, Flöte und Ukulele, sowie diversen Küchenutensilien, mit deren Hilfe ein außergewöhnlich farbenfrohes Rhythmusgerüst entstand.
Dabei überzeugt Julia mit einer sehr gefühlvollen Stimme und absolut umwerfenden Arrangements. Die Musik entführt einen aus dem Alltagsstress und passt wunderbar in die bald schon kürzer werdenen Tage. Auch, wenn man (wie ich) vielleicht nicht von Beginn an mitgerissen wird. Mit zunehmender Spieldauer packt es einen dann doch irgendwie. Es lohnt sich auf jeden Fall genauer hinzuhören und die Atmosphäre aufzusaugen.

Ihr neues Album gibt es als kostenlosen Download (mp3/ogg) oder gegen Erstattung der Versand- und Materialkosten auch als quasi kostenlose Hardcopy direkt bei Julia. Ich empfehle allerdings jedem noch ein paar Euros draufzusetzen. Gute Musik verdient entsprechende Belohnung.
Das exzellente Artwork (fast hätte ich es vergessen) rundet das Paket übrigens vollends ab. Großes Kino.